Leistungen Blower Door-Messung
- Luftdichtheitsprüfung und Ermittlung der Luftwechselrate bei 50 Pa Über- und Unterdruck nach DIN EN 13829, EnEV und DIN 4108-7 mit Zertifikat
- Leckagesuche mittels Thermoanemometer, auf Wunsch auch mit thermografischer Unterstützung
- ausführliche Darstellung und Dokumentation der Messergebnisse grafisch und protokollarisch
- umfassender Abschlussbericht mit detailliertem Messprotokoll
Luftdichtheitsprüfung (Blower Door-Test)
Die bestehende Energieeinsparverordnung (EnEV 2004) schreibt im § 5 die Luftdichtheit der Gebäudehülle für alle zu errichtende Gebäude zwingend vor. Bereits in der Wärmeschutzverordnung `95 war für Neubauten die Luftdichtheit vorgeschrieben.
Im Anhang 4 ist hierzu das Nachweisverfahren geregelt und die Blower Door Messung das vorgeschriebene Verfahren zur Messung der Luftdichtheit. Für Häuser mit raumlufttechnischen Anlagen (Lüftungsanlagen), KFW 40 bzw. KFW 60 Energiesparhäuser sowie Passivhäuser ist sie zwingende Voraussetzung.
Blower Door Messungen sollten bereits während der Bauphase, zur Behebung eventueller Mängel der Luftdichtheitsschicht durchgeführt werden. Eventuelle Leckagen können so im Beisein der ausführenden Handwerker noch während der Messung sofort verbessert bzw. optimiert werden. Eine baubegleitende Überprüfung der Luftdichtheit ist daher unbedingt empfehlenswert! Die abschließende Luftdichtheitsprüfung erfolgt dann nach Beendigung aller Baumaßnahmen bzw. Mängelbeseitigung, also im Nutzungszustand.
Die Messung ist zu jeder Jahreszeit möglich. Das Gebäude sollte sich in einem Zustand befinden, der weitgehend dem späteren bewohnten Zustand entspricht. Alle Bauteile und -komponenten, die auf die Dichtheit einen wesentlichen Einfluss haben, sollten angebracht sein. Dazu zählen:
- fertige Montage aller Türen und Fenster
- die massiven Außenwände sollten innenseitig vollflächig verputzt sein
- Montage der Luftdichtungsschicht im Leichtbaubereich (PE-Folie)
- Sicherung der PE-Folie mit Konterlatten (60 Pa entspr. 6 kg/m²)
- Luftdichte Anschlüsse zwischen verschiedenen Bauteilen
- fertige Elektro-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsinstallation
- mit Wasser gefüllte Geruchsverschlüsse im Sanitärbereich
Bei der baubegleitenden Untersuchung sollten alle Stellen, die erfahrungsgemäß die gravierendsten Quellen für Leckagen sind, noch zugänglich sein, damit nach Durchführung des Tests noch Nachbesserungen möglich sind. Das heißt vor allem, dass die raumseitige Verkleidung im Trockenbaubereich, (wie Gipskarton, Paneele, usw.) und ggf. die innere zweite Dämmschicht noch nicht eingebaut sein sollte. Wichtig für die Unterdruckmessung bei 50 Pa ist allerdings, dass die Dampfbremse bzw. Dampfsperre mittels Lattung vor dem Abreißen gesichert ist.

